Für knapp drei Stunden verwandelte der Musikverein „Blau-Weiß“ Lichtringhausen die Stadthalle Attendorn in einen Ort der Träume. Unter dem Motto „Kinderträume – Eine Gala der Musik“ hatten die über 50 Musiker zu ihrem Jahreskonzert geladen. Dirigent Martin Theile erklärte den Gedanken der Musikauswahl so: „Nicht nur Kinder träumen von einer besseren Welt, von Freundschaft und von Frieden. Unser Konzert soll daran erinnern, dass wir alle einmal Kinder waren. Und manchmal ist es gut, den Ernst des Lebens mit kindlichen Augen zu betrachten.“

Die Lichtringhauser entführten ihre Zuhörer in der voll besetzten Stadthalle in die Welten von Mary Poppins und Peter Pan und nahmen sie mit auf eine Reise zu den Sternen. „To the Stars“ von Nigel Hess war einer der Höhepunkte des Abends. Das lag zu einen an dem Kinder- und Jugendchor Choratelier e.V. aus Garbeck unter der Leitung von Kristin Goeke, der den Musikverein bei diesem und einigen anderen Stücken stimmgewaltig unterstützte. Zum anderen sorgten wunderbare Bilder, die über 130 Kinder der Grundschulen in Attendorn und Plettenberg im Vorfeld passend zum Thema „Weltall“ gemalt hatten, für eine farbenfrohe Dekoration der Stadthalle. Die 23 besten Gemälde wurden auf der Bühnenleinwand gezeigt und die kleinen Künstler mit einem kleinen Preis geehrt. Diese Aufgabe übernahm, gemeinsam mit dem 1. Vorsitzenden Hans-Werner Schulte, der Clown Stielou, der auch gleich einen kleinen Sketch aufführte und die Lacher auf seiner Seite hatte. Für Gänsehautmomente sorgte die Sopranistin Severine Joordens bei „Küss mich, halt mich, lieb mich“ aus dem Klassiker Drei Nüsse für Aschenbrödel, bei „Celtic Child“, „Children of the world“ und bei Peter Maffays „Nessaja“. Die Solisten aus den Reihen des Musikvereins überzeugten ebenfalls. Lukas Schöne sang „You´ve got a friend in me“ aus Toy Story und „Another brick in the wall“ von Pink Floyd. Rasant ging es zu beim Klarinettensolo „Clarinet Candy“, gespielt von Andreas Haase und Michael Arens, und während „Zirkus Renz“, mit Solist Raphael Wach am Xylophon. Christoph Bruch brachte mit seinem Baritonsaxophon den „Sugar Blues“ in die Stadthalle. Für die etwas leiseren Töne sorgte Max Kontak am Klavier mit Robert Schumanns „Träumerei“.

Erst nach zwei Zugaben entließen die Zuschauer die Protagonisten von der Bühne. Bei „Old McDonald had a farm“ hatten die Schlagzeuger ihren großen Auftritt. Kuckucksflöte, Entenpfeife, Vogelgezwitscher und Dosen, die Kuhgeräusche von sich gaben, funktionierten sie zu Soloinstrumenten um und begeisterten das Publikum. Das letzte Lied, geschrieben von Michael Jackson, fasste den Gedanken des Abends dann nocheinmal treffend zusammen. „We are the world, we are the children.“

Der Musikverein „Blau-Weiß“ Lichtringhausen bedankt sich bei einem tollen Publikum, beim großartigen Choratelier Garbeck, bei der wunderbaren Severine Joordens und bei allen, die zum Gelingen des Konzertes beigetragen haben. Auf ein Wiedersehen bei den Schützenfesten!